Zucchini aussäen: Tipps zu Aussaat & Pflege

zucchini pflanzen ca

Eng mit dem Kürbis verwandt, lässt das vielseitig verwendbare Gemüse erst gar keine Langeweile auf deinem Teller entstehen. Ab Juli bereichert der Gartenkürbis die leichte Sommerküche. Ob roh oder gegrillt, gedünstet oder überbacken – selbst die Zucchiniblüten sind essbar.

So verwundert es nicht, dass das Kürbisgewächs zu den beliebtesten Gemüsesorten im heimischen Garten gehört. Auch Anfängern gelingt der Anbau. Wir zeigen dir, worauf du bei der Aussaat achten solltest!

Zucchini Vorkultur – Einfach loslegen!

Bis Ende April ist eine vorkultivierte Anzucht ideal. Nutze anfänglich einen warmen und hellen Standort, an dem eine Keimtemperatur von 20 bis 22 Grad Celsius gewährleistet ist. Zum Aussäen benötigst du:

  • Anzuchterde
  • Blumentöpfe
  • Zucchinisamen

Weiche zunächst über Nacht drei bis fünf Samen in einer Schale mit Wasser ein. In der Flüssigkeit bereitest du den Sämling optimal auf die Keimung in einem acht bis zehn Zentimeter großen Blumentopf vor. Lege anschließend jeweils ein Samenkorn zwei bis drei Zentimeter tief in die Anzuchterde. Sorge für gleichmäßige Feuchtigkeit.

Sobald die Keimlinge sichtbar sind, wechsele den Standort. Heranwachsende Zucchini benötigen einen gut belichteten Raum, in dem die Temperatur 15 bis 18 Grad Celsius beträgt. Hat das Pflänzchen mindestens zwei Blätter ausgebildet, kannst du es nach den Eisheiligen im Mai aus dem Topf ins Beet umsetzen. Die stark rankenden Bodendecker sind auf einen Pflanzabstand von 80 bis 100 Zentimeter angewiesen.

Aussaat ins Freiland – So geht’s!

An einem sonnigen bis halbschattigen Standort benötigt das ausladende Wachstum einer Zucchini bis zu zwei Quadratmeter Fläche. Pro Beet solltest du mindestens zwei Samen aussäen. Da sich die Pflanzen gegenseitig bestäuben, ist nur so ein Fruchtansatz gesichert.

Als Starkzehrer bevorzugt die Zucchini einen nährstoffreichen und humosen Untergrund. Vor der Aussaat kannst du die Anbaufläche zusätzlich mit Kompost anreichern. In der Wachstumsphase von Juni bis August ist die Gabe einer Brennnesseljauche hilfreich.

Sobald der Boden Mitte Mai erwärmt ist, legst du drei Samen in ein Loch. Wie bei einer Vorkultur sind zwei bis drei Zentimeter Pflanztiefe ratsam. Bedecke die Stelle mit Erde und halte sie feucht. Zeigen sich die Keimlinge, lass nur den stärksten stehen. Dadurch wurzelt die Jungpflanze stärker ins Erdreich und der Ertrag fällt höher aus.

 

Erntereifes Sommergemüse

Sollte die Zucchini bitter schmecken, dann verzichte auf den Verzehr. Denn die Bitterstoffe Cucurbitacine sind giftig! Ihre gesundheitsschädigende Wirkung geht beim Kochen leider nicht verloren. Verwende daher zur Anzucht im eigenen Garten nur Samen vom Züchter! Saatgut aus dem Labor beinhaltet keine gefährlichen Bitterstoffe.

Vorsicht! Vermeide beim Anbau unbedingt die Nachbarschaft von Garten- und Zierkürbis! Kreuzen sich beide, entstehen Bitterstoffe.

Normalerweise kannst du die 15 bis 25 Zentimeter langen Zucchinis noch im Oktober ernten. Kühl gelagert ist der Gartenkürbis eine Woche haltbar. Hast du gerade keine Verwendung für deine Ernte, dann friere das Gemüse kurzerhand ein.

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