Wirsing anbauen: Aussaat, Pflege und Erntezeit

wirsing selber im garten anbauen

Gesund, vielseitig und vor allem lecker – Wirsing ist ein kulinarischer Dauerbrenner und lokaler Vitaminlieferant in der kalten Jahreszeit. Weitere Namen bzw. Bezeichnungen für Wirsing sind Wirsingkohl,  Kohl (in Österreich) Welschkohl, Welschkraut, Savoyen, Savoyerkohl, Wirsching (in Bayern),  Schavur (im Rheinland), Wirz oder Köhli (Schweizerdeutsch).

Das Wintergemüse eignet sich zudem optimal dazu, im eigenen Garten angebaut zu werden. Erfahre, wie du Wirsing richtig anpflanzt, pflegst, erntest und tolle Gerichte daraus zauberst!

Wirsing Aussaat und der richtige Platz fürs Beet

Wirsingkohl kann das ganze Jahr über angebaut werden und wächst auch ein wenig schneller als seine Verwandten, wie etwa der Weißkohl. Aufgrund seiner pflegeleichten Eigenschaften ist er das ideale Gemüse für Hobbygärtner-Neulinge, die ihren grünen Daumen gerade erst entdecken. Im Fachhandel findest du sowohl Samen als auch Jungpflanzen. Bei Letzteren verkürzt sich die Zeit bis zur Ernte. Geeignet für Anfänger sind beide Varianten. Je nachdem, wann du einpflanzen und ernsten möchtest, wird eine von drei Pflanzensorten gewählt:

Frühreife Sorten: Werden ab Februar ausgesät, zu Beginn auf der Fensterbank
Mittelreife Sorten: Werden ab Mai ausgesät oder als Jungpflanze eingesetzt
Spätreife Sorten: Werden am Juli ausgesät und können im Freien überwintern

Damit der Wirsing wie gewünscht wächst, braucht er ein möglichst sonniges Plätzchen. Aber auch ein Beet im Halbschatten bringt gute Ergebnisse. Die Erde ist das wichtigste Element beim Pflanzen und der Aussaat des Wintergemüses. Wirsing ist ein sogenannter Starkzehrer und braucht einen lockeren, nährstoffreichen Boden. Ein eher sandiges Erdreich besserst du mit Kompost und Hornspänen auf. Auch Kalk kann zugemischt werden. Bei einem gemischten Beet dürfen Tomaten, Gurken oder Sellerie als Nachbarn eingesetzt werden. Beim Einpflanzen von Setzlingen oder Samen empfiehlt sich ein Abstand zwischen 40 und 80 Zentimetern.

Tipp: Wirsing nie mehrere Jahre hintereinander an die gleiche Stelle pflanzen. Die Erde braucht vier Jahre, um sich zu erholen und wieder neue Nährstoffe zu entwickeln. Vor der nächsten Aussaat unbedingt düngen.

Wirsing hegen und pflegen

Wirsing ist pflegeleicht! Damit er in deinem Garten aber auch wirklich unter idealen Umständen gedeiht, gibt es einige Regeln zu beachten.

1. Beim Auspflanzen der frühen Sorten im Februar, müssen die Pflänzchen mit einer Abdeckung aus Fleece vor Nachtfrost geschützt werden.

2. Lockere den Boden während des Wachstums deiner Pflanzen regelmäßig mit einer Hacke leicht auf.

3. Wirsing braucht eine ausreichende und regelmäßige Bewässerung. Lass den Boden nie ganz trocken werden, vermeide aber auch Staunässe.

4. Nutze von April bis Oktober rund alle zwei Wochen ein wenig Flüssigdünger, den du ins Wasser zum Gießen mischst.

Wann Wirsing am besten ernten?

Je nach gewählter Wirsingsorte geht es ab Juli mit dem Ernten los. Die spätreifen Sorten können bis in den Winter geerntet werden und wachsen selbst bei Dauerfrost munter weiter. Am richtigen Platz und mit ausreichend Abstand zwischen den einzelnen Pflanzen, sind Exemplare bis zu fünf Kilogramm locker möglich.

Wirsing kann komplett oder fortwährend geerntet werden. Bei Zweiterem entfernst du vorsichtig mit einem scharfen Messer die äußeren Blätter zur Verarbeitung, während du das Herz des Wirsings stehen lässt. Dieses lässt dann neue Blätter entstehen. Beim Ernten des gesamten Wirsingkohls wird der Stunk über dem Boden abgeschnitten.

Tipp: Wirsing kann problemlos bis zu einer Woche im Kühlschrank oder einer kühlen Speisekammer gelagert werden. Entferne unbedingt kranke oder verwelkte Blätter vor der Lagerung.

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