Welche Pflanzen passen in Permakultur-Garten?

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Bei der Permakultur handelt es sich um eine nachhaltige Methode, um Obst, Gemüse und Kräuter anzubauen. Dabei geht es um die Planung und den Entwurf von Kreisläufen, die im Einklang mit der Natur stehen. Das Ziel ist die Entwickelung von ganzheitlichen Ökosystemen, die sich selbst regulieren. Statt Monokultur lautet die Devise Mischkultur. Deshalb werden bestimmte Nutzpflanzen in einer wechselnden Fruchtfolge angebaut, welche als Nachbarn gemeinsam gut wachsen können und sich außerdem unterstützen. So bieten die natürlichen Gartenbeete geeignete Lebensräume für Insekten, Vögel und sonstige Wildtiere.

Allgemeines zur Mischkultur

Im Zuge der Permakultur werden Pflanzen bunt gemischt im Gartenbeet angebaut. Dahinter stecken eine gut durchdachte Planung und ein ausgeklügeltes System. Deshalb ist eine vorhergehende Recherche bezüglich der Kombinationsmöglichkeiten die Grundlage für die Auswahl der richtigen Pflanzen. Generell halten stark duftende Pflanzen sowie Kräuter gefräßige Schädlinge fern. Größere Pflanzen sind in die Mitte der Beete und Anbauformen zu pflanzen, kleinere Gewächse gehören an den Rand. Starkzehrende Gewächse jedes Jahr an einen anderen Standort pflanzen und nie an eine Stelle, an der im Vorjahr bereits ein Starkzehrer angebaut wurde.

  • Mögliche Form ist Kräuterschnecke oder Spirale
  • Ohne Bücken zu erreichen sind Hoch- und Hügelbeete
  • Mit Naturteich für Wasserpflanzen ergänzen
  • Mischkultur verringert Risiko von Schädlingsbefall
  • Krankheiten können sich nicht so leicht verbreiten

Gartenbeete richtig bepflanzen

Das Grundprinzip bei der Permakultur sieht Schutzpflanzen vor, die beliebte Nutzpflanzen vor Krankheiten und Schädlingen schützen. Dill oder Zwiebeln sind zwischen Gurken, Karotten und Salat zu pflanzen. Bohnen reichern den Boden mit Stickstoff für Kohlgewächse an. Der stark duftende Baldrian beschützt Bohnen, Erbsen und Kartoffeln vor gefräßigen Insekten. Wenn Basilikum zwischen Gurken und Tomaten wächst, vertreibt das Kraut mit seinem Duft viele Schädlinge. Bohnenkraut passt wie der Name schon sagt zu Bohnen. Feldsalat beschützt Bohnen und Lauch, Kerbel die diversen Salatsorten.

  • Gute Schutzpflanzen: Knoblauch, Ringelblume und Salbei
  • Schützen mit starkem Duft: Sellerie, Tagetes und Wermut
  • Mais wächst gut zusammen mit kleinen Kürbis-Sorten
  • Brennnesseln am Rand der Beete schützen vor Käfern
  • Borretsch unterstützt die Bodenaktivität und fördert Wachstum
  • Paprika und Chili gedeihen gut mit Tomaten
  • Im Beet sind Pflanzen, die Stickstoff binden, wichtig

Tipp: Der Beinwell transportiert mit seiner langen Pfahlwurzel wichtige Nährstoffe aus tieferen Bodenschichten nach oben. Außerdem lässt sich mit seinen Blättern das Substrat im Zuge der Nährstoffversorgung mulchen.

Beeren und Obstbäume

Nicht nur dem Gärtner schmecken Beeren und Obst, auch gefräßige Tiere werden von den leckeren Erzeugnissen angelockt. In einer Monokultur können sich Schädlinge zu einer wahren Plage entwickeln und die ganze Ernte auffressen. Bei der Permakultur verringern Schutzpflanzen und ein gemischter Anbau dieses Risiko. Ideal ist der Anbau von heimischen Wildsorten, die viel robuster als die modernen Zuchtsorten sind. Bei Obstbäumen bieten sich alte und widerstandsfähige Sorten für die Permakultur an. Auf diese Weise wird eine natürliche Artenvielfalt gefördert, wie sie in früheren Zeiten einmal üblich war.

  • Kapuzinerkresse beschützt Obstbäume
  • Wermut dient als Schutzpflanze für Schwarze Johannisbeere
  • Wicken mit Beeren und Sonnenblume kombinieren
  • Knoblauch beschützt Erdbeeren
  • Bohnen neben Him- und Brombeeren anbauen
  • Hilfreich sind Wildkräuter wie Löwenzahn und Spitzwegerich

Tipp: Wenn der Anbau zeitlich versetzt oder mit abweichenden Erntezeiten erfolgt, kann der Gärtner das ganze Jahr über Beeren und Früchte ernten.

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