Was ist der Unterschied zwischen Pfefferminze und Minze?

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Die Begriffe Pfefferminze und Minze werden im alltäglichen Sprachgebrauch als Synonyme verwendet, wobei sie bei genauer Betrachtung keinesfalls das selbe bedeuten. In diesem Beitrag bringen wir daher Licht ins Dunkel und erklären den feinen, aber dennoch bedeutenden Unterschied zwischen den beiden Begriffen.

Minzarten und Sorten – Vielfältig und abwechslungsreich

Botanisch gesehen steht der Begriff der Minze für eine ganze Pflanzengattung, die von der Marokkanischen Minze bis zur Mojito-Minze etwa 30 verschiedene Pflanzen umfasst. Hinzu kommen natürlich entstandene Hybride aus zwei Arten der krautigen und mehrjährigen Pflanze.

Die Unterschiede zwischen den einzelnen Minzarten sind jedoch nicht nur biologischer Natur, vor allem in Sachen Optik und Geschmack sind die unterschiedlichen Pflanzen gut voneinander zu unterscheiden.

Fast alle Arten aus der Gattung der Minzen haben gemeinsam, dass sie winterhart und damit mehrjährig sind. Außerdem enthalten alle Arten bestimmte ätherische Öle, welche für das spezielle Aroma sowie die medizinischen Heilkräfte einiger Minzen verantwortlich sind. Die Pflanzen selbst sind sehr wuchsfreudig, die Vermehrung und Ausbreitung innerhalb ihrer natürlichen Lebensräume sowie in angelegten Nutzgärten erfolgt also vergleichsweise sehr schnell.

Für Hobbygärtner sind zudem die einfachen Pflegebedürfnisse nahezu aller Minzarten von Vorteil. An einem halbschattigen Ort mit feuchter und frischer Erde fühlen sich alle Minzarten pudelwohl, sodass einem erfolgreichen Anbau nichts im Wege steht.

Die Englische Pfefferminze – eine ganz besondere Minzsorte

Wenn wir von der Pfefferminze sprechen, meinen wir die klassische Englische Pfefferminze, in der Botanik auch Mentha x piperita genannt. Der lateinische Namen impliziert, dass es sich bei der Pfefferminze um eine natürlich vorkommende Kreuzung aus den beiden Minzarten Bachminze und Grüne Minze handelt. Woher der Hybrid, welcher im 17. Jahrhundert erstmals entdeckt und genutzt wurde, ursprünglich stammt, ist hingegen unklar.

Charakteristisch für die Pfefferminze ist ihr hoher Mentolgehalt, welcher den Blättern ein intensives pfeffrig-scharfes Aroma verleiht. Aus diesem Grund hat die Lebensmittelindustrie diesen Hybrid für sich entdeckt und Pfefferminz-Tees, Kaugummis oder Pfefferminz-Bonbons entwickelt.

In den Originalrezepten des beliebten Mojito-Cocktails sowie des sommerlichen Longdrinks Hugo sind übrigens keine Pfefferminzblätter vorgesehen. Stattdessen findet man in den geschmackvollen alkoholischen Getränken vielmehr die Marokkanischen Minze oder die spezielle Mojito-Minze vor.

Auch innerhalb der Pfefferminzen gibt es verschiedene Sorten – manche klassisch und altbewährt, manche neuartig und außergewöhnlich. Während die aus England stammende Sorte Mitcham als Urform der Pfefferminze bekannt ist, haben auch Unterarten namens Proserpina oder Citrata Einzug in zahlreiche Beete und Balkongärten erhalten. Bis hin zur Züchtung spezieller Sorten mit speziellen Aromen wie der Schoko-Minze, der Orangen-Minze oder der Zitronen-Minze ist hier alles möglich.

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2 Antworten

  1. Ja, du kannst die Minze verwenden. Ich würde allerdings anfangs lieber etwas sparsamer damit umgehen, sonst kann es leicht passieren, sonst schmeckt dein Essen womöglich stark nach Pfefferminze. Lieber später etwas nachwürzen.

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