Wann treiben Ziergräser neu aus?

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Ziergräser sind in jüngster Vergangenheit verstärkt in den Fokus von Gartenbesitzern gelangt. Wird nach den Gründen gefragt, sind die Antworten eindeutig. Ziergräser verleihen einem Garten optische Glanzpunkte. Durch kleinen Wuchs den Boden bedeckend, alternativ großwüchsig, ausladend und markant blühend, geben Ziergräser dem Blumengarten ein individuelles Gesicht. Aufgrund der Tatsache, dass sie zu unterschiedlichen Zeitpunkten im Jahr austreiben, bleiben sie 365 Tage im Jahr ein Blickfang.

Schnitttipps für Ziergräser

Ziergräser gehören zur Gruppe der Stauden. Einmal gepflanzt, überwintern sie problemlos und treiben im Frühjahr erneut aus. Um der Pflanze beim Überwintern zu helfen, empfiehlt es sich, groß wachsende Ziergräser im Herbst nicht zu schneiden. Gebunden trotzen sie starken Frösten. Weil aufgrund des Bindens kein Wasser eindringen kann, sind sie zusätzlich vor Fäulnis geschützt. Ein Rückschnitt sollte kurz vor dem Austrieb erfolgen. Erste zarte Spitzen von Neuaustrieben dürfen nicht beschädigt werden.

Ziergräser können in zwei Gruppen eingeteilt werden:

– frühe Gräser
– späte Gräser

Jede Ziergrasart besitzt bevorzugte Standortbedingungen. Die Palette reicht von schattig bis halbschattig und sonnig. Eine Faustregel besagt, dass die frühen Sorten schattige Pflanzplätze mögen. Einer der bekanntesten Vertreter früher Ziergrassorten sind die Seggen.

Beispiele später Sorten sind das Chinaschilf und das Japanische Blutgras, das wegen seiner markanten roten Farbe bei Gärtnern beliebt ist.

Ziergräser Austrieb im März oder Mai

Der Begriff „früh“ gilt als Synonym für die kalte Jahreszeit. Das bedeutet, dass frühe Ziergräser Ende Februar/Anfang März mit dem Austrieb beginnen. Zu dieser Zeit befinden sich späte Sorten noch in der Winterruhe. Ihr Austrieb setzt Ende April bis Mitte Mai ein. Wichtig zu wissen: Der Zeitpunkt es Austriebs ist in jedem Fall von den vorherrschenden Witterungsbedingungen abhängig. Milde Winter sorgen für vorgezogenen Austrieb, strenge Fröste bedeuten eine längere Winterruhe.

Der Beginn des Austriebs regelt zugleich den Blühstart. Früh austreibende Ziergräser können im Beet gemeinsam mit späten Frühblühern Akzente setzen. Späte Sorten blühen bis in den Herbst. Ihre Blütenstände sind während der kalten und tristen Jahreszeit optischer Blickfang.

Ziergräser bei Gartenplanung berücksichtigen

Wer seinen Garten neu plant, sollte weder auf frühe noch auf späte Sorten verzichten. Auf diese Weise gelingt es, ganzjährig Freude an seinen Ziergräsern zu haben.

Nachdem die Standortfrage – schattig oder sonnig – geklärt ist, gilt es die Höhenlinien zu beachten, letztlich können Ziergräser zu beachtlicher Größe heranwachsen. Es gilt: die kleinen nach vorn, die großen in den Hintergrund.

Ziergräser setzen nicht nur Höhenmarken, sondern liefern farbliche Akzente. Vor allem die späten Sorten überraschen durch farbige Blätter und Blüten. Typischer Vertreter ist das Lampenputzergras. Diese Sorte treibt spät im Jahr aus und zeigt von August bis Oktober filigrane Blütenstände.

Tipp: Einige Arten früh- und spätaustreibender Ziergräser eignen sich für das Pflanzen im Kübel auf Balkon und Terrasse.

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