Tomatenerde selber mischen – Wie macht man das?

Welche Erde für Tomaten verwenden?

Tomaten wissen ganz genau was sie brauchen, um groß und stark zu werden. Mit einfachen Tricks und Tipps kannst du deinen Tomaten in jeder Wachstumsphase genau die Erde geben, die sie brauchen. Von der Anzucht über das Pikieren bis zur Ernte, die Ansprüche deiner Tomaten ändern sich Schritt für Schritt. Doch hierfür musst du keine kostspielige Spezialerde kaufen, sondern du kannst deine Tomatenerde selber mischen.

Der Anfang – Tomatenerde für die Anzucht

Damit du robuste und ertragreiche Tomatenpflanzen anziehen kannst, brauchst du für die Anzucht die passende Erde. Zwar sind deine ausgewachsenen Tomatenpflanzen Starkzehrer, d. h. sie brauchen viele Nährstoffe, in der Kinderstube sieht es jedoch anders aus. Die kleinen Tomatenkeimlinge können mit einem Überangebot an Nährstoffen noch nicht umgehen. Außerdem regt eine nährstoffärmere Erde das Wachstum deiner Tomaten an, da sich die Wurzeln auf der Suche nach den passenden Nährstoffen besser entwickeln

Anzuchterde für Tomaten:

  1. Siebe Gartenerde und sterilisiere sie, wenn möglich.
  2. Füge Sand, wenn möglich Quarzsand hinzu.
  3. Füge Kompost hinzu. Hierbei gilt in der Regel 1:1:1 (Gartenerde, Sand, Kompost)
  4. Alles gut vermischen.
Tomatenerde selber mischen; Tipps für gute Erde

Die Mitte – Erde zum Pikieren

Beim Pikieren setzt du deine kleinen Tomatenpflänzchen weiter auseinander, sodass sie sich besser entwickeln können. In dieser Wachstumsphase ändern sich auch die Ansprüche deiner Tomaten an die Erde. Sie benötigen jetzt mehr Nährstoffe aus der Erde, um groß und stark zu werden. Und auch hier kannst du die optimale Tomatenerde wieder selber mischen.

Pikiererde für Tomaten:

  1. Basis mit ca. 40 % bilden Perlite bzw. Kokosfasern.
  2. Füge etwa 25 % Kompost hinzu.
  3. Füge 15 % Gartenerde, 10 % Sand und 10 % Rindenhumus dazu.
  4. Alle Bestandteile gut mischen.

Das strahlende Ende – Erde bis zur Ernte

Tomaten sind Starkzehrer und benötigen einen nährstoffreichen und lockeren Boden. Dieser muss einen guten Wasserabfluss leisten können, da deine Tomaten Staunässe nicht ausstehen können. Egal ob du deine Tomaten in Töpfen oder im Freiland kultivierst, der pH-Wert der Erde sollte zwischen 6,5 und 7 liegen. Denn Tomaten mögen einen leicht sauren bis fast neutralen Boden am liebsten. Hier können sie ihre volle Pracht entfalten und liefern gute Erträge.

Wachsen deine Tomaten in Kübeln ist es teilweise leichter, die perfekte Tomatenerde selber zu mischen, da du die volle Kontrolle über die Bodenqualität hast. Im Freiland musst du dich an den gegebenen Boden anpassen. Doch auch das ist kein Problem, denn du kannst mit einfachen Tricks den Freilandboden an die Bedürfnisse deiner Tomaten anpassen.

Nährstoffarme Böden kannst du mit den notwendigen Nährstoffen anreichern. Als Düngemittel kannst du unter anderem Hornspäne, Hornmehl oder Gartenkompost verwenden. Bei festen Böden kannst du mit Sand, Lavasplitt oder Zeolith für eine lockere Struktur und bessere Durchlüftung sorgen.

Egal in welcher Wachstumsphase sich deine Tomatenpflanzen befinden, du kannst für sie immer genau die Erde selber mischen, die sie brauchen.

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