Tomaten richtig gießen – wie oft und wie viel?

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Tomaten sind einfach etwas Tolles. Sie sind gesund und lecker. Sie sind schön rund und fröhlich rot und machen einfach gute Laune. Und das Beste ist, dass sie sich auch sehr einfach im eigenen Garten oder auf dem Balkon kultivieren lassen. Wichtig dabei ist, dass Tomaten regelmäßig und auch ausgiebig gegossen werden, damit die Pflanzen viele große und saftige Früchte entwickeln können. Worauf es beim Gießen ankommt, das lässt sich in den folgenden Zeilen erfahren.

Wie gieße ich Tomaten richtig?

Grundsätzlich gilt, dass die Gärtnerin oder der Gärtner beim Gießen der Tomaten immer das richtige Maß finden sollte. Weder eine Über- noch eine Unterversorgung ist für die Pflanzen zuträglich. Daher ist ein Gießen nach Lust und Laune keine gute Idee und macht sich auch bei den Ernteerträgen bemerkbar.

Tomaten mit Regenwasser gießen

Stehen die Tomatenpflanzen frei im Garten, beziehen sie ihren Großteil des benötigten Wassers vom Regen. Daher stellt Regenwasser die natürlichste Form der Tomatenbewässerung dar. Regenwasser ist in aller Regel deutlich weicher als Leitungswasser und enthält auch nicht so viel Kalk. Daher sind Gärtner gut beraten, Regenwasser in einer Regenwassertonne oder in einem vergleichbaren Tank zu sammeln. Wasser, welches sich in einer Tonne gesammelt hat, hat zudem den Vorteil, dass es leicht erwärmt ist, sodass die Tomatenpflanzen keinen Kälteschock bekommen. Denn: Auch zu kaltes Wasser bekommt den Tomatenpflanzen nicht.

Tomaten bewässern: Kaltes oder warmes Wasser?

Wer nicht die Möglichkeit hat, Regenwasser zu sammeln, der kann selbstverständlich auch Leitungswasser verwenden. Dabei gilt aber Folgendes: Das Wasser sollte nicht zu kalt sein. Kommt es aus einem Hahn, bei dem sich die Temperatur nicht regeln lässt, kann es gerne in der Sonne etwas erwärmt werden. In Deutschland ist die Qualität des Leistungswassers auf einem sehr hohen Niveau, aber dennoch nicht überall von gleicher Qualität. Dies betrifft auch gerade den Kalkgehalt. Wer darüber Bescheid weiß, dass in seinem Leitungswasser ein etwas höherer Anteil an Kalk ist, der sollte das Wasser entkalken. Dies lässt sich ganz einfach bewerkstelligen: Das Wasser wird kurz in einem Topf oder Wasserkocher aufgekocht und anschließend durch einen Kaffeefilter gegossen, in dem die Kalkreste hängen bleiben. Bevor das Wasser dann auf die Tomatenpflanzen gegeben wird, sollte es ein wenig abkühlen.

Wann ist der beste Zeitpunkt für Tomaten gießen?

Gerade im Sommer spielt der Zeitpunkt des Pflanzengießens eine wichtige Rolle. Grundsätzlich gilt, dass nicht mittags gegossen werden sollte, weil dann zu viel Wasser verdunstet und auch das Spritzwasser, welches an den Stilen und Blättern der Tomatenpflanzen hängen bleibt, zu Problemen führen kann. Diese Tropfen wirken dann wie kleine Lupen, die der Pflanze kleine Verbrennungen zuführen können. Die Abendstunden sind auch kein optimaler Zeitpunkt zum Gießen, da sie zu diesem Zeitpunkt nicht mehr richtig abttrocknen, was Grauschimmel oder die sogenannte Dürrfleckenkrankheit begünstigen kann. Am bestens ist es daher tatsächlich, die Pflanzen früh morgens zu gießen, wenn die Sonne noch nicht hoch am Himmel steht. Sicherlich will deswegen keiner morgens um vier Uhr aufstehen, aber bis acht Uhr sollte das Gießen im Sommer erledigt sein.

Wie oft und wie viel Tomaten gießen?

Wenn es nicht regnet, sollte eine Tomatenpflanze einmal pro Tag gegossen werden. Die Frage nach dem „Wie viel“ hängt von ein paar Faktoren ab. Grundsätzlich kann man sagen, dass eine Tomatenpflanze zwischen 0,5 bis zwei Liter am Tag an Wasser benötigt. Die genaue Menge hängt dann von der Größe ab. Nach dem Einpflanzen der Tomaten kommen diese in der Regel mit etwa 500 Milliliter am Tag aus. Ab dem ersten Fruchtansatz sollte die Wasserzufuhr gesteigert werden. Kleine Sorten brauchen dann mindestens 800 Milliliter, mittlere 1,2 und große zwei Liter. Nach einem Regenschauer – etwa durch ein Gewitter – sollte nicht gegossen werden. Wer seine Tomaten in einem Gewächshaus gedeihen lässt, der muss in der Regel noch etwas mehr und häufiger gießen. Zum einen dringt dort kein natürliches Regenwasser an die Pflanzen vor, zum anderen ist gerade im Sommer die durchschnittliche Temperatur dort noch etwas höher. Wer möchte, der kann in einem Gewächshaus auch eine automatisierte Bewässerung einrichten, was die Arbeit deutlich erleichtert.

Wie merke ich, dass Tomaten Wasser brauchen?

Ein Tipp, um festzustellen, dass die Tomatenpflanzen dringend Wasser benötigen, ist die Daumenprobe. Dazu wird der Daumen in die Erde etwa ein bis zwei Zentimeter tief gesteckt. Wenn die Erde trocken ist, muss unbedingt gegossen werden.

Tomaten richtig gießen?

Ein weiterer Tipp ist die Anlage einer Mulchschicht. Sie ist recht wirksam gegen Spritzwasser und hilft auch gegen ein zu schnelles Verdunsten des Wassers. Als Material empfiehlt sich Stroh oder kleinhackte Brennnesseln. Beides wird einfach unter die Tomatenpflanzen gegeben.

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