Sind Ameisen nützlich oder schädlich?

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Ameisen (Formicidae) gehören zur Gruppe der Insekten. Sie haben zweifellos sehr nützliche Funktionen. Doch können die Tiere auch ganz schön lästig werden, wenn sie sich an ungeeigneter Stelle verbreiten. Sie halten das Öko-System im Gleichgewicht. Wenn sie ins Haus wandern oder Pflanzen befallen, werden Ameisen lästig oder gar schädlich. Da Ameisen für viele Tiere eine hochwertige Nahrungsquelle darstellen, hält sich das Für und Wider in einem ökologischen Garten im Gleichgewicht.

Ameisen erhalten das Öko-Gleichgewicht der Natur

Ameisen bilden einen eigenen Staat und arbeiten nach einem ausgeklügelten System zusammen. Sie fressen Abfälle, Schneckeneier sowie tote Tiere und sorgen für Ordnung im Garten oder im Wald. Denn sie erbeuten an Bäumen gerne Schadinsekten und verfüttern sie an ihre Brut. So dient die Ameise zugleich als Schutzinsekt für den Baum. Durch ihre Laufwege verbreiten die Krabbler zahlreiche Samen in der Natur und erfüllen dadurch eine der wichtigsten Funktionen.

Die Kleine sowie die Große Waldameise stehen bereits seit vielen Jahren unter Naturschutz. Deshalb dürfen die Ameisennester nicht zerstört oder gar beseitigt werden. Im Wald kann man bisweilen Ameisenhügel sehen, die mit einem Drahtgestell geschützt werden.

Wie kommen Ameisen ins Haus?

Ameisen gelten als Kulturfolger und siedeln sich gerne in Menschennähe an. Viele Ameisen-Arten gelangen auf ihrer Suche nach Nahrung auch in Gebäude hinein. Dies geschieht durch kleine Öffnungen im Mauerwerk, Fugen, Spalten oder Risse. Auch durch undichte Fenster und Türen kommen die Tiere ins Gebäudeinnere. Dort suchen sie gezielt nach Nahrung wie Marmelade, Honig oder Zucker sowie nach Lebensmitteln die Eiweiß enthalten.

Oft entdeckt der Mensch die Tiere in diesem Stadium noch gar nicht. Erst wenn sich die sogenannte Ameisenstraße gebildet hat, fallen die Insekten auf. Sie markieren ihre Wege zwischen der Futterquelle und ihrem Nest mit Duftstoffen, so dass sich ihre Artgenossen mühelos zurechtfinden.

Wie kann ich Ameisen bekämpfen?

Wenn sich die Ameisenhügel auf Wegen oder im Gartenbeet sowie unter den Terrassenfliesen bilden, stören Ameisen auf jeden Fall. Denn die Plattenbeläge werden von den Ameisen unterhöhlt und lockern sich. Das bedeutet Sturzgefahr für Menschen, die über die unebenen Platten schreiten. Auch im gepflegten Rasen stören die Nester von Ameisen, denn sie verursachen unschöne Kahlstellen.

Während Gartenbeete meist zeitnah bearbeitet werden, hält sich hier die Gefahr des Ameisenhügels in Grenzen. Anders sieht es im Staudenbeet aus. Auch hier wird der Bau eines Ameisennestes nicht immer gleich entdeckt. Sehr unappetitlich sind Ameisen auf von Läusen befallenen Pflanzen. Die Ameisen melken sozusagen die Läuse und laben sich an deren süßlichen Ausscheidungen. Um diesen Honigtau zu bekommen, schützen Ameisen die Läuse und wehren Marienkäfer, Florfliegen & Co. ab, welche sonst die Läuse fressen würden.

Fazit: Wenn Ameisen allzu lästig werden, lassen sie sich meist erfolgreich mit sanften Mitteln vertreiben. Dazu eignen sich Zitronensaft und Essig. Damit lassen sich Ameisenstraßen abwischen.
Der Duft von Zimt, Lorbeerblättern und Lavendelsträußchen hält die Tiere fern. Befindet sich ein Ameisennest an ungeeigneter Stelle, so lässt es sich problemlos umsiedeln. Dafür wird ein geräumiger Kübel mit Holzwolle oder Stroh zu 2/3 gefüllt und über das Nest gesetzt. Nach einigen Tagen sind die Ameisen dort hinein gezogen und können an passender Stelle mit dem Kübel abgesetzt werden.

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2 Antworten

  1. Ich habe zuhause eine große Anzahl von Ameisennestern im Rasen und in den Pflanzkübeln, zum Teil auch unter den Terrassenplatten. Ich habe es selber schon mit Köderdosen versucht, allerdings gab das keinen großen Erfolg. Ist es hier ratsam, einen Profi kommen zu lassen? Mir ist die Lust vergangen, da selber noch zu versuchen, die Ameisen im Garten zu vertreiben.

  2. Wir haben auch ganz viele Ameisen im Garten. Rote Ameisem im Rasen. Wenn es uns zuviel wird, nehmen wir dann immer mal wieder ein Ameisenmittel aus dem Handel. Die Ameisen nehmen Mittel mit in den Bau und füttern ihre Brut damit. Ganz klar, es gäb da sicher ökologischere Varianten.

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