Salbei durch Stecklinge vermehren

Salbei durch Stecklinge vermehren

Der Echte Salbei trägt die botanische Bezeichnung Salvia officinalis und ist ein mehrjähriger Halbstrauch. Die samtigen Blätter bilden ein unverwechselbar würziges Geschmacksaroma aus, deshalb ist das Kraut in der Küche für die Zubereitung von Speisen und Getränken sehr beliebt. Darüber hinaus verfügt der vielseitige Salbei über antibakterielle Eigenschaften und heilt nachweislich Entzündungen im Körper.

Kann man Salbei durch Stecklinge vermehren?

Um stets ausreichende Mengen an Blättern der Heil- und Gewürzpflanze zur Verfügung zu haben, bietet sich das Vermehren durch Stecklinge an. Diese leicht durchführbare Methode der vegetativen Vermehrung lässt sich deutlich schneller umsetzen als die Aussaat mit Hilfe von Samen.

Salbei durch Ableger vermehren

Salbei enthält ätherische Öle und duftet deswegen sehr aromatisch, deshalb bietet das Gewächs eine würzige Ergänzung für jeden Kräutergarten an. Aber auch in einem Pflanzgefäß auf der Fensterbank vor der Küche oder auf dem Balkon hinterlässt die Pflanze eine angenehme Duftnote.

Da Salbei nicht nur als Küchengewürz, sondern auch als Heilpflanze verwendet wird, werden die Blätter schnell knapp. Deshalb lohnt sich das Kultivieren von mehreren Pflanzen zur gleichen Zeit, sodass sich die einzelnen Exemplare nach der Ernte schnell wieder erholen können.

Der beste Zeitpunkt für die Vermehrung mit Stecklingen

Der beste Zeitpunkt für die Stecklingsvermehrung ist in den Sommermonaten, im Juni und Juli steht der Salbei kurz vor der Blüte und ist voll im Saft. Allerdings sollte die Blütezeit noch nicht eingesetzt haben, da die Pflanze ansonsten wichtige Energiereserven aus den Blättern in die Blüten transferiert und sich dadurch das Vermehren schwieriger gestaltet.

Pflanzenvermehrung durch Stecklinge

Bei der Vermehrung sind Kopfstecklinge als kraftvolle Ableger der mediterranen Kräuterpflanze zu bevorzugen. Dafür die noch jungen Triebspitzen von der Mutterpflanze abschneiden, mit einer Länge von etwa sechs bis zehn Zentimetern. Schnitt direkt unter der Blattkrone ansetzen. Dabei sollten nur scharfe und im Vorfeld gut desinfizierte Messer oder sonstige Schneidwerkzeuge zum Einsatz kommen.

Im Anschluss die untere Hälfte des Triebes entlauben, sodass noch mindestens zwei bis drei der Blattpaare übrig bleiben. Dann kleine Anzuchtgefäße mit einem mageren Gemisch aus Kräutererde mit Sand oder alternativ aus Torf mit Sand befüllen, anschließend gut anfeuchten.

Pro Topf jeweils einen Steckling zu zwei Drittel in das Pflanzsubstrat stecken, den Ableger aber nur so tief einsetzen, dass noch mindestens zwei Blattpaare zu sehen sind. Möglich ist auch eine weitere Variante, bei welcher der Steckling in ein Glas mit Wasser gestellt wird. Dabei sollte nur der Stiel, aber auf keinen Fall die Blätter mit dem Wasser in Kontakt kommen, ansonsten können diese anfangen zu faulen.

Nach einigen Tagen treibt der Steckling nach unten hin seine neue Wurzeln aus, im Anschluss in einen Blumentopf oder direkt ins Gartenbeet umsetzen.

Ableger ziehen – Anleitung zum Selber machen

Damit die Vermehrung mühelos gelingt, ist das Anzuchtgefäß möglichst immer feucht zu halten. Um dauerhaft für eine hohe Luftfeuchtigkeit zu sorgen, einfach eine durchsichtige Plastiktüte über das Gefäß stülpen und es an einem halbschattigen sowie warmen Standort aufstellen. In den darauf folgenden zwei bis drei Wochen das Substrat konstant, aber vorsichtig wässern.

Dank der transparenten Haube bildet sich ein feucht-warmes Mikroklima, welches das Wurzelschlagen vorantreibt. Allerdings ist die Abdeckung täglich zu lüften, damit sich kein schädlicher Schimmel darunter ausbildet.

Wenn der Steckling seinen Topf vollständig durchwurzelt, ist der junge Salbei reif für das Auspflanzen am ausgewählten Standort.

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