Möhren pflanzen, pflegen, ernten und lagern

moehre pflanzen

Die Möhre als älteste Kulturpflanze ist in Europa, Westasien und Nordafrika beheimatet. Ihr süßlich nussiger Geschmack macht sie zum allseits beliebten Wurzelgemüse und wegen des hohen Vitamin- und Betacarotinanteils gilt sie als sehr gesund obendrein. Möhren kannst du ganz leicht im eigenen Garten anbauen und mit ein bisschen Pflege kannst du dich auf eine üppige Ernte freuen.

Möhren pflanzen – Ansprüche und idealer Standort

Möhren bevorzugen sandig lockeren Boden, der nicht von Steinen durchsetzt ist. Steiniger Boden kann das Wachstum hemmen oder zu skurrilen Wuchsformen führen. Den Boden lockern ist hilfreich. Wähle ein sonniges Plätzchen in deinem Garten, dort kannst du den Samen in die Erde bringen. Je lockerer der Boden, desto besser gedeihen die aromatischen Wurzeln. Allgemein lassen sich zwei Möhrensorten unterscheiden, einmal die frühen Sorten (z. B. Flyaway F1) zum sofortigen Verzehr und die späten Sorten (z. B. Flakker F1) zur Einlagerung.

Die Aussaat der Frühsorten sollte bereits im März beginnen. Dann ist der gröbste Frost vorbei und gut gelaunte Hobbygärtner sind mit der Bearbeitung des Gartens beschäftigt. Organisierte Vorbereitung ist alles. Befreie die vorgesehene Anbaufläche von allem Unkraut sowie unnötigem Wurzelwerk, indem du das Beet für deine Möhren zuerst gründlich bewässerst. Vorhandener Wildwuchs treibt jetzt erst recht. Im Anschluss daran lassen sich Unkraut und überschüssige Wurzeln perfekt entfernen und gleichzeitig lockerst du dabei den Boden.

Ist der Boden vorbereitet, kannst du mit dem Aussähen beginnen. Halte bei der Aussaat Reihenabstände von 30 cm ein und die Saattiefe sollte ungefähr 1 bis 2 cm betragen. Die Samen solltest du im Anschluss ausreichend angießen. Bei ordentlicher Pflege kannst du im Juni die ersten Möhren ernten. Zu dicht gewachsene Mohrrüben aus einer anderen Kultur kannst du ausziehen und an anderer Stelle verpflanzen. Jedoch ist diese Prozedur zeitaufwendiger als die Aussaat.

Pflegehinweise für das Möhrenbeet

Solide Pflege ist das A und O für das Gedeihen deines Wurzelgemüses. Befolge diese kleinen Hinweise und du schaust einer großartigen Ernte entgegen:

  • Regelmäßiges Wässern des Bodens, jedoch solltest du Staunässe vermeiden,
  • Unkraut von Zeit zu Zeit ausroden,
  • Beet immer mal wieder harken,
  • Boden kaliumhaltig düngen,
  • nur dicke Wurzeln ernten,
  • Abstand von 5 cm zwischen den Möhren einhalten,
  • ständiges Untersuchen auf Schädlinge nicht vergessen.

Die Mohrrübe ist anfällig für die Möhrenfliege. Diese legt ihre Eier in der Erde nahe der Pflanze ab, die Larven fressen sich durch die Wurzeln und die Möhre fault letztendlich. Als Vorsorgemaßnahme empfiehlt sich der Anbau in Mischkulturen, beispielsweise mit Zwiebeln oder Lauch. Aber auch ein Schutznetz wehrt die Möhrenfliege optimal ab.

Möhren ernten, wann ist die richtige Zeit?

Der richtige Erntezeitpunkt bei Mohrrüben ist sortenabhängig. Die passende Größe für frühe Sorten ist meist schon Ende Mai bis Anfang Juni erreicht und du kannst die ersten Gemüsewurzeln ziehen. Spätere Sorten hingegen können erst im Spätsommer (Ende August) geerntet werden. Wenn du in einem Zeitfenster von je einem Monat immer wieder eine neue Generation Rübchen aussähst, verfügst du langfristig über einen anständigen Möhrenvorrat.

Sobald ein Stück des Wurzelansatzes aus der Erde sichtbar und kräftiges Kraut vorhanden ist, sind Möhren erntereif. Zur Kontrolle ziehst du einfach eine Knolle aus dem Boden und sichtest ihre Größe. Essbar sind sie in jedem Wachstumsstadium, selbst nicht ausgewachsene Exemplare sind geschmacklich fein. Möhren gräbst du nicht aus, sondern drehst sie gefühlvoll aus der Erde. Du nimmst das Kraut am Wurzelbeginn in die Hand und mit einer leichten Drehbewegung ziehst du die Rübe heraus. Abhängig von der Beschaffenheit des Bodens mag das nicht immer gleich gelingen. Dann ist Nachhilfe gefordert. Durch ein wenig hin- und herruckeln an der Möhre löst sich diese und du kannst sie problemlos aus dem Beet heraus ziehen. Andererseits bleibt bei zu festem Erdreich nur die Nutzung von Gartenharke oder Grabegabel.

Möhren im Winter lagern

Vor dem Lagern von Mohrrüben solltest du das Kraut entfernen. Es entzieht den Möhren Wasser und so schrumpeln oder welken sie recht schnell. Das Wurzelgemüse sollte kühl, dunkel und feucht gelagert sein, dann bleibt es lange frisch. Achte darauf, die Rüben ungewaschen einzulagern. Sie verderben sonst oder bekommen Flecken. Im Keller gelagert bleiben Möhren sogar den Winter hindurch frisch.

Die Lagerung kann in einer Holzkiste oder einem großen Eimer erfolgen. Bedecke den Boden der Kiste oder des Eimers mit Sand, darauf legst du eine Schicht orange Rüben und anschließend verschließt du diese wieder mit einer Schicht Sand, immer im Wechsel verfahren. Frisch geerntet sind Mohrrüben einige Tage im Kühlschrank haltbar. Allerdings solltest du sie nicht neben ausgereiften Äpfeln, Birnen oder Tomaten aufbewahren, sonst erhalten sie einen bitteren Geschmack.

Möhren, die knackigen Rübchen, sind gesund und der Klassiker für den Anbau im eigenen Garten. Wenn du das ganze Jahr hindurch von frischen Mohrrüben profitieren möchtest, sind in Abständen wiederkehrende Kulturen in jedem Fall lohnenswert. So hast du das frische Wurzelgemüse, wann immer du es magst.

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