Kopfsalat anpflanzen, pflegen & ernten

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Als Bestandteil von verschiedenen Salaten und Garnitur auf dem Essensteller ist der Kopfsalat einer der Klassiker in der Küche. Möchten Sie Kopfsalat selbst im Garten anbauen, benötigen Sie einen sonnigen Standort, 8 bis 10 Wochen Geduld und humosen, lockeren Boden. So gelingt der Kopfsalat im Garten.

Ein frischer, leckerer Salat sollte Bestandteil jeder größeren Mahlzeit sein. Grüner Kopfsalat eignet sich hervorragend als Grundlage für verschiedene Salate oder kann roh einfach zu belegten Broten gegessen werden. Im Garten ist Kopfsalat ein Anfängergemüse, das sich auf Hochbeeten und bodennah anpflanzen lässt und lediglich eine Menge Wasser benötigt, um zu voller Größere heranzuwachsen.

Aussaat und Vorzucht von Kopfsalat

Im Winter können es viele Gärtner gar nicht erwarten, möglichst schnell Gemüse für die Beete vorzuziehen. Auch der Kopfsalat kann ab Januar im Minigewächshaus auf der Fensterbank oder in einem Gewächsschrank vorgezogen werden. Gib je zwei Körner des Saatgust für die grünen, gelben oder bunten Kopfsalat in durch Topfplatten oder Absteckungen unterteilte Erde. Dabei solltest du rund eine Fingerspitze tief aussäen.

Das Saatgut darf auch von der Sonne beschienen werden, solange es dabei feucht gehalten wird. Der Kopfsalat benötigt rund 15 Grad zur Keimung. Kann die Wintersonne also die geschützte Erde erwärmen und wird diese regelmäßig mit feinem Nebel besprüht, keimt der Salat innerhalb weniger Tage.

Ab April kann dieser Prozess auch direkt im Beet durchgeführt werden. Dabei solltest du die letzten Frosttage abwarten, da der Salat sofort abstirbt, wenn die Temperaturen unter null Grad fallen. Verhindert werden kann dies beispielsweise durch die Nutzung von Folientunneln oder Pflanztunneln. Sie halten den Boden nicht nur schneefrei, sondern sorgen auch für ein Mikroklima, das deutlich über der Außentemperatur liegen kann. Der Kopfsalat fühlt sich bis circa 25 Grad wohl, wenn er oft genug gegossen wird.

Kopfsalat pikieren und geschützt auspflanzen

Kopfsalat keimt relativ schnell und überrascht dadurch im Januar einige Gärtner, die auf einen langsamen Wachstumsprozess für das Gewächshaus oder das Winterbeet gehofft haben. Solange klirrende Kälte herrscht, können Sie die zarten Pflänzchen nicht in die Beete setzen, da auch im Winterbeet noch unter 15 Grad herrschen. Warte daher, bis die Keimlinge rund 3 Zentimeter hoch sind und mehrere feine Blätter statt des Keimblattes ausgebildet haben und setze sie vorsichtig in kleine Anzuchttöpfe um. Dafür genügen Töpfe mit 5 Zentimeter Durchmesser. In diesen Töpfen, die gern mit humoser Erde gefüllt sein dürfen, wächst der Salat bis zu einer Größe heran, in der er das Auspflanzen übersteht. Sieht die Pflanze nach rund 3 Wochen bereits aus wie eine kleine Salatpflanze, kann sie geschützt ins Freie gesetzt werden.

Auch im Beet sollte der Kopfsalat pikiert werden. Haben Sie wie eingangs beschrieben jeweils 2 Körner pro Pflanzloch ausgesät, konkurrieren die zarten Pflanzen sonst um die Nährstoffe und den Platz. Ein Abstand von 30 Zentimetern zwischen den Pflanzstellen ist dafür ausreichend, dass sich auch benachbarte Pflanzen voll entfalten können.

Die perfekte Saison für Kopfsalat

Da Kopfsalat zu über 90 Prozent aus Wasser besteht und daher viel Feuchtigkeit benötigt, ist er ein typisches Frühlings- und Herbstgemüse. Je wärmer unsere Sommer in Mitteleuropa werden, desto schwieriger ist es für den Salat, nicht auszutrocknen während er sich noch im Wachstum befindet. Ab einer gewissen Größe vertragen die Pflanzen auch das Absinken der Temperaturen nachts auf bis zu 5 Grad. Sie können den Salat daher bis zum ersten Frost ernten. Der letzte Aussaattermin sollte 10 Wochen vor dem Frost liegen und eventuell unter Folie stattfinden, wenn die 15 Grad zur Keimung tagsüber nicht erreicht werden.

In Indoorgärten über smarte Systeme und Hydrokulturen ist Kopfsalat das ganze Jahr über anbaubar. Auch beheizte Gewächshäuser mit Bewässerungssystem bieten ihm ausreichend Schutz, Licht und Wärme um zu großen Salatköpfen heranzuwachsen.

Schädlinge am und im Kopfsalat

Schnecken lieben grünen Salat. Es gibt jedoch zwei Arten, wie Sie die Schädlinge von ihm fernhalten. Zum einen können Sie an Hochbeeten einen Schneckenschutz anbringen und den Salat geschützt im erhöhten Beet wachsen lassen. Zum anderen hält ein Wall aus Salbei rund um das Gemüsebeet Schnecken auf Abstand. Blattläuse hingegen können zu einem echten Problem werden, da synthetische Insektizide für Blattgemüse nicht empfohlen sind. Sie werden oft von Ameisen kultiviert. In diesem Fall sollten Sie den Ameisenstamm durch Futterköder entfernen und darauf vertrauen, dass die ungeschützten Blattläuse gefressen werden. Drahtwürmer können alle Blattgemüse und Kohle befallen. Sie hinterlassen unangenehme Spuren, aber können vor dem Essen einfach abgespült werden.

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Eine Antwort

  1. Hallo Experten,
    ich möchte dieses Jahr zum ersten mal Salat selber säen und habe einen Versuch gestartet. 10 Samen in Erde gesteckt, eingegossen und bereits nach wenigen Tagen keimten diese. ABER die Pflanzen bekamen einen sehr langen Stiel und sind dann umgefallen. Was mache ich beim Säen oder Pflanzen von Blattsalat falsch? Danke

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