Kleinen Gartenteich anlegen

kleiner gartenteich anlegen

Viele Gärten besitzen einen kleinen Gartenteich, der nicht nur den Lebensraum für Fische, sondern auch für andere Tiere und Pflanzen bietet. Das Anlegen eines Gartenteichs stellt keine große Herausforderung dar. Mit der richtigen Vorbereitung, ordentlichen Durchführung und der passenden Technik kannst du auf deinem Grundstück innerhalb kurzer Zeit einen Gartenteich anlegen. Wir verraten dir, was du dabei beachten solltest, damit das Gewässer für Tiere und Pflanzen geeignet ist.

1. Der richtige Teich Platz

Bevor du mit dem Gartenteich beginnst, solltest du dir Gedanken über den idealen Standort für den Teich machen. Dieser ist sowohl von den Lichtverhältnissen und dem Grundstück, aber auch von den eigenen Vorlieben abhängig. Wenn du gerne die Tiere und Pflanzen beobachtest, dann eignet sich ein Standort in Nähe der Terrasse oder des Hauses. Im Gegenzug musst du damit rechnen, dass aufgrund der Nähe zum Menschen insgesamt weniger Tiere im Gartenteich zu finden sind. An einem abgelegenen Ort, wo Pflanzen und Tiere ungestört sind, kann sich das Gewässer zu einem Biotop entwickeln.

Um das „Kippen“ des Gewässers zu verhindern, brauchst du möglicherweise eine Pumpe mit Filter. Achte also darauf, dass du an deinen Wunschort einen Stromanschluss legen kannst. Dein Gartenteich sollte eine Tiefe von mindestens einen Meter haben. Um dir die Arbeit zu erleichtern, solltest du einen Standort mit lockerer Erde, ohne Steine oder Baumwurzeln, wählen. Aufpasst: Strom-, Wasser- oder Gasleitungen sollten nicht im Weg sein. Der Gartenteich sollte an einem Standort angelegt werden, der eine gute Mischung aus Sonne und Schatten bietet. Als Faustregel gelten rund fünf Sonnenstunden pro Tag. Das ist wichtig, damit die Pflanzen ausreichend Licht bekommen, das Wasser allerdings nicht zu stark aufheizt. Denn das wiederum fördert das Algenwachstum und kann somit zum „Kippen“ des Wassers beitragen.

Folgende Regeln solltest du beachten:

  • ausreichender Wind, zur Durchmischung des Wassers
  • fünf bis sechs Sonnenstunden pro Tag
  • ebene Fläche, um Auslaufen zur verhindern
  • Vorsicht bei Kindern: Gartenteich umzäunen!
  • auf Leitungen (wie Gas, etc.) achten

Unser Tipp: Lege den Gartenteich nicht im direkten Umfeld zu Bäumen an. Die flachen Wurzeln könnten die Teichfolie zerstören, außerdem fällt das Laub im Herbst direkt ins Wasser. Das gefährdet Pflanzen und Tiere.

2. Die ideale Teich Größe und Form

Die passende Form für deinen Gartenteich ist vor allem von den persönlichen Vorstellungen und Vorlieben abhängig. Es bleibt dir also selbst überlassen, ob du schöne Rundungen einbaust oder einen rechteckigen Teich anlegst. Runde Formen sehen natürlicher aus. Die Größe des Gartenteichs ist von der Fläche deines Grundstücks abhängig. Du solltest den Teich nicht zu groß, aber auch nicht zu klein anlegen. Grundsätzlich lässt sich ein größerer Gartenteich leichter pflegen, da die große Wassermenge zu einem ökologischen Gleichgewicht führt. Oftmals ist in diesem Fall keine Pumpe erforderlich, da sich das Gewässer selbst reinigen kann. Bei einem kleinen Gartenteich führen Algen und Exkremente der Fische schnell zu einem „Kippen“ – und das führt zum Sterben von Pflanzen und Tieren. Eine Pumpe, die das Wasser filtert, kann die Pflege erleichtern.

Ein Gartenteich besteht grundsätzlich aus drei Zonen, die eine unterschiedliche Tiefe aufweisen. Auf das Sumpfgebiet (10 bis 20 Zentimeter) folgt die Flachwasserzone mit einer Tiefe zwischen 40 bis 70 Zentimetern. Hier können die meisten Wasserpflanzen gesetzt werden, da eine gute Mischung aus Sonnenlicht und Wasser vorherrscht. In der Tiefwasserzone (mindestens einen Meter) könnten Seerosen sowie andere Pflanzen leben, die kein Licht mehr benötigen. Außerdem bietet diese Zonen einen Rückzugsort für Fische. Das ist vor allem im Winter sehr wichtig, wenn die Wasseroberfläche bei frostigen Temperaturen einfriert.

Unser Tipp: Du solltest auf die rechtlichen Vorgaben in deinem Bundesland achten. Bei einer Gesamtgröße von etwa 100 Kubikmetern oder einer Wassertiefe von 1,5 Metern benötigst du für deinen Gartenteich möglicherweise eine Baugenehmigung. Das solltest du beachten – sonst droht ein Bußgeld!

3. Folie und Technik für den Gartenteich

Du solltest eine Teichfolie mit einer Stärke von mindestens einem Millimeter verwenden. Das Material bleibt dir freigestellt. PVC-Folien sind leicht zu verlegen und ermöglichen auch individuelle Formen, allerdings sind sie nicht sehr umweltfreundlich. PE-Folien sind verträglicher für die Umwelt und zugleich UV-beständig, allerdings lassen sie sich nur schwer verlegen. Bei neuartigen EPDM-Folien handelt es sich um synthetischen Kautschuk, der keine Weichmacher enthält und für Tiere sowie Pflanzen besonders schonend ist. Allerdings ist diese Art der Teichfolie besonders teuer. Wenn du die Folie zuschneiden lässt, dann achte auf die passenden Maße. Als Faustformel gilt: Das Folienmaß ist gleich die Breite bzw. Länge plus doppelte Tiefe plus 60 Zentimeter Randzugabe. Die Zugabe für den Rand ist besonders wichtig, damit du die Folie gegen das Abrutschen sichern kannst. Außerdem bildet die Folie im Randbereich eine sogenannte Kapillarsperre. Damit wird verhindert, dass die umliegende Erde das Wasser aus dem Teich saugt. Etwas Sand unter der Folie kann Beschädigungen durch spitze Steine verhindern.

Mit einer Teichpumpe kannst du das Wasser sauber halten und vermeiden, dass der Gartenteich „kippt“. Das ist besonders wichtig, wenn du Fische aussetzen möchtest, denn die Exkremente überdüngen das Wasser und steigern die Phosphat- und Stickstoffkonzentration. Als Alternative eignet sich möglicherweise ein kleiner Brunnen, der das Wasser umwälzt und somit die Konzentration an Sauerstoff steigert.

Unser Tipp: Die Nachrüstung gestaltet sich häufig schwierig, darum kann es sinnvoll sein, wenn du die Pumpe direkt beim Anlegen des Teichs integrierst. Moderne Anlagen lassen sich programmieren, damit sie nicht ununterbrochen durchlaufen.

4. Passende Pflanzen und Dekoration

Zu guter Letzt solltest du für Pflanzen und Dekoration sorgen. Im Fachhandel kannst du dich über die unterschiedlichen Wasserpflanzen sowie die Wassertiefe informieren. Schilf ist besonders pflegeleicht und passt perfekt in deinen Gartenteich. Auch Seerosen sind echte Klassiker. Unterwasserpflanzen sind wichtig, um den Sauerstoff im Wasser zu steigern. Daher solltest du nicht darauf verzichten. Allerdings musst du darauf achten, dass sich die Pflanzen nicht gegenseitig das Licht und die Nährstoffe nehmen.

Mit Steinen kannst du den Uferbereich aufhübschen. Allerdings gilt auch hier, dass weniger manchmal mehr ist. Große Steine speichern tagsüber die Wärme und heizen damit das Wasser auf. Das wiederum minimiert den Sauerstoffgehalt. Wenn du das perfekte Zusammenspiel aus Tieren, Pflanzen und Dekoration gefunden hast, dann wirst du lange Freude an deinem Gartenteich haben.

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