Kirschbaum pflanzen, pflegen, schneiden, ernten

kirschbaum pflanzen

Kirschen sind beliebte Früchte – wer sie im eigenen Garten direkt vom Baum pflücken kann, hat im Juni viel zu naschen. Das gilt besonders für Süßkirschen, während Sauerkirschen mit ihrer milden Säure perfekt für Kuchen, Marmelade und Likör sind. Während ein Süßkirschenbaum bis zu dreißig Meter hoch wachsen kann und im Alter eine ausladende Krone bekommt, bleibt ein Sauerkirschbaum eher klein und wesentlich schmaler.

Den richtigen Standort wählen

Kirschbäume sind wahre Sonnenkinder: Je mehr Sonnenstrahlen sie bekommen, desto mehr Blüten und Früchte bilden sie aus. Sie lieben es, wenn sie in nährstoffreichem und gleichzeitig lockerem Boden stehen können. Kirschbäume werden im Herbst oder im zeitigen Frühjahr gepflanzt: So haben sie genügend Gelegenheit, gut anzuwachsen. Damit der Kirschbaum später ausreichend Luft und Licht bekommt, sollte er mindestens fünf Meter Platz um sich herum haben. Die Größe des Wurzelballens gibt die Größe des Pflanzloches vor. Achten Sie darauf, dass die Veredelungsstelle ungefähr zehn Zentimeter über der Erde bleibt. Abschließend wird das Pflanzloch mit frischem Humus aufgefüllt, etwas festgetreten und ausgiebig gewässert. Damit der frisch gepflanzte Kirschbaum selbst bei Wind und Sturm aufrecht stehen bleibt, sollte ihm ein Pfahl als Stütze dienen.

Lieber Süßkirsche oder Sauerkirsche?

Sicher, der Unterschied im Geschmack ist deutlich zu spüren. Doch die Kirschbäume unterscheiden sich auch in anderen Bereichen: Während Süßkirschenbäume größere Früchte und Laubblätter ausbilden, sind Sauerkirschen eher kleiner. Die Früchte der Sauerkirsche können selbst vollreif sehr sauer sein, Süßkirschen werden – wie der Name sagt – eher süß, saftig und fruchtig. Wird es Frühling, blühen sowohl Süß- als auch Sauerkirschen, bevor sich das Laub im Mai zeigt. Die weißen Blüten leuchten weit, lediglich manche Zierkirschen blühen auch rosa. Nach der Blüte dauert es nicht lange, bis die aromatischen Früchte in ihren unterschiedlichen Rot- und Gelbtönen zwischen den grünen Blättern leuchten. Je nach Sorte und Wetterlage können die Kirschen im Juni bis in den Juli hinein gepflückt werden, Süßkirschen reifen etwas eher, Sauerkirschen später.

Den Kirschbaum richtig pflegen und schneiden

Wenn Sie bereits beim Einpflanzen guten Kompost rund um den Wurzelballen im Pflanzloch verteilen, bekommt der Kirschbaum einen guten Start ins Gartenleben. Besonders die jungen Kirschbäume brauchen ausreichend Wasser. Damit die Feuchtigkeit gut im Boden bleibt und nicht so schnell austrocknen kann, sollten Sie den Boden rund um den Baum mit Mulch bedecken. Stare und andere Singvögel finden Kirschen lecker. Wollen Sie Ihre Ernte für sich behalten, sollten Sie die Baumkrone mit einem Vogelnetz bedecken. Andernfalls stibitzen die Vögel viele der aromatischen Früchte. Damit der Kirschbaum gut wachsen kann und viele Früchte trägt, muss er regelmäßig geschnitten werden. Der Ast in der Mitte wird dabei gut um ein Drittel eingekürzt. Die Seitentriebe werden so geschnitten, dass sie etwa zwanzig Zentimeter kürzer sind als der Mittelast. Steil in den Baum hineinwachsende Triebe werden direkt an der Basis abgeschnitten. Wenn Sie sich nicht sicher sind, wie Sie Ihren Kirschbaum schneiden sollen, fragen Sie einfach einen Profi.

Die Ernte der Kirschen

Werden die ersten Kirschen reif, dauert es nicht lange. Ernten Sie die Kirschen schnell und lassen Sie diese nicht lange am Baum hängen. In den kleinen Früchtchen stecken eine ganze Menge Vitamine und Nährstoffe, wie Folsäure, Phosphor, Eisen und Kalium. Daher werden sie bei Krebserkrankungen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen empfohlen. Kirschen können Sie direkt vom Baum naschen. Sie lassen sich zu Gelee, Marmelade, Kompott oder Saft verarbeiten oder in leckeren Kuchen verbacken. Wollen Sie Kirschen für den langen Winter lagern, sollten Sie die Früchte einkochen. Gerade Süßkirschen sind nicht fürs Einfrieren geeignet und sind nach dem Auftauen matschig und wässerig.

Der Kirschbaum und seine Krankheiten

Die Monilia ist wohl die bekannteste Kirschenkrankheit. Sie sorgt dafür, dass die Kirschen am Baum faulen und die Spitzen der Äste dürr werden. Ursache ist ein Pilz, ebenso wie für die sogenannte Schrotschusskrankheit. Bei dieser Krankheit sehen die Kirschbaumblätter aus, als wären sie von Schrot durchlöchert. In beiden Fällen sollten Sie die Pilze so früh wie möglich mit einem Fungizid bekämpfen und befallene Pflanzenteile vom Baum entfernen und im Grünabfall entsorgen. Bitte werfen Sie diese Blätter und Äste nicht auf den Kompost, da sich die jeweiligen Pilze sonst hartnäckig halten. Auch der Apfelwickler kann gelegentlich einen Kirschbaum befallen. Zur Pflege und natürlichen Vorbeugung gegen Schädlinge können Sie im Frühjahr Ihren Kirschbaum mit einem Sud aus Meerrettich oder Knoblauch besprühen.

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