Johannisbeeren richtig pflanzen

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Johannisbeeren sind an das heimische Klima angepasst und gedeihen deshalb im Garten sehr gut. Die Pflanzen benötigen nur wenig Pflege und bringen süßsäuerliche Beeren mit einem leckeren Geschmacksaroma hervor. Aufgrund der geringen Wuchshöhe eignen sich die Gewächse perfekt für das Beerenbeet in kleinen Gärten und als Begrenzung für Gemüsebeete. Außerdem lassen sich Johannisbeeren als Gartenhecke und in der Nähe vom Komposthaufen kultivieren. Zwar sind die Sträucher pflegeleicht, sie stellen aber gewisse Ansprüche beim Standort, den Bodenverhältnissen und den ersten Pflegeschritten beim Anpflanzen. Wer dabei alles richtig macht, der kann schon bald fruchtig frische Johannisbeeren im eigenen Garten ernten.

Die Standortwahl

Johannisbeeren können im Halbschatten gedeihen, allerdings fällt dann die Ernte magerer aus. Je mehr Sonne das Gewächs abbekommt, desto größer und süßer werden die Früchte. Für halbschattige Plätze sind die weißen Johannisbeeren am besten geeignet. Bei den Pflanzen handelt es sich um Flachwurzler, welche keine tiefgründigen Böden brauchen. Sie gedeihen auch in niedrigen Beeten sowie im großformatigen Kübel. Da jedoch die Wurzeln nicht so tief reichen, sind Johannisbeeren bei längeren Trockenphasen öfter zu bewässern, speziell an einem sehr sonnigen Standort.

  • Ideal sind sonnige und warme Standorte
  • Gut sind mittelschwere und nährstoffreiche Böden
  • Auf feuchtes Substrat achten, regelmäßig gießen
  • Mulchschicht hält Feuchtigkeit länger im Boden
  • Optimal ist leicht saurer pH-Wert von 5,5 bis 6
  • Alternativ in Kübel oder Tröge anpflanzen
  • Höhe sollte mindestens 40 cm betragen

Zeitpunkt zum Pflanzen

Genauso wie die meisten anderen Beerensträucher wachsen Johannisbeeren am besten an, wenn sie im Herbst gepflanzt werden. Speziell wurzelnackte Sträucher, welche ohne Erde gekauft oder in Eigenregie vermehrt wurden, können sich in dieser Jahreszeit schnell eingewöhnen. So profitieren die Johannisbeeren von der Feuchtigkeit und den häufigen Regenfällen im Herbst sowie im Winter. Im nächsten Jahr treiben die Gewächse dann schnell und prächtig aus. Ansonsten ist das Anpflanzen von Johannisbeeren auch im zeitigen Frühling möglich, da der Boden dann immer noch schön feucht ist.

  • Ideal ist Oktober bis Dezember zum Pflanzen
  • Alternativ im März oder April vorgehen
  • Pflanze darf in den ersten Wochen nicht austrocknen
  • Wenn Herbst oder Frühling sehr trocken sind, zusätzlich gießen

Tipp: Johannisbeeren aus dem Gartenmarkt lassen sich auch ohne Probleme im Sommer im Garten ansiedeln. Da die Wurzeln der Sträucher bereits im Container in der Erde verankert sind, besteht eine ausreichende Versorgung mit Nährstoffen.

Rückschnitt durchführen

Damit die Johannisbeere von Anfang an gesund am ausgesuchten Standort wachsen kann, ist ein Rückschnitt sehr wichtig. Dabei sind schwache sowie beschädigte Triebe zu entfernen, genauso wie abgeknickte und abgestorbene Wurzeln.

  • Etwa 5 bis 6 kräftige Triebe stehen lassen
  • Auf ein Drittel der Länge kürzen
  • Mindestens 4 Knospen sollten fortbestehen
  • Restlichen Triebe bodennah abschneiden

Pflanzloch vorbereiten und ausheben

Vor dem Pflanzen ist der Erdboden für die Johannisbeeren ausreichend vorzubereiten. Des Weiteren störende Unkräuter rund um die Pflanzstelle und der nahen Umgebung gewissenhaft entfernen. Ackerwinden, Brennnesseln, Giersch und Quecke können sich im Wurzelstock der Beerenpflanzen einnisten und sind dann nur schwer zu beseitigen. Damit die Wurzeln besser anwachsen können, sind verdichtete Böden vor dem Pflanzen zu bearbeiten. Wenn mehreren Sträucher nebeneinander als Hecke wachsen sollen, hat sich ein Abstand von 1 bis 2 m zwischen den Johannisbeeren bewährt.

  • Großzügiges Pflanzloch ausgraben
  • Doppelt so groß und tief wie der Wurzelballen
  • Boden daneben und darunter mit Grabgabel auflockern
  • Etwas Kompost mit Erde vermischt ins Pflanzloch geben
  • Wurzelballen einige Minuten ins Wasserbad tauchen
  • Dann Strauchbasis tief ins Pflanzloch einsetzen
  • Im Anschluss Erde fest mit Fuß andrücken
  • Danach großzügig angießen
  • Anschließend auf genügend Feuchte im Boden achten

Tipp: Im ersten Winter ist es ratsam, die Erdoberfläche mit Mulch abzudecken, zum Beispiel Grasschnitt, Mist, Rindenmulch oder Stroh. So erhalten die noch sensiblen Jungpflanzen einen wärmenden Schutz im ersten Winter, mehr Nährstoffe und Schutz vor Trockenheit.

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