Interview mit Tim Binder von klotzaufklotz: „Bäume fällen ist Samstagssport“

tim-binder-interview-klotzaufklotz

Ein Schreiner, ein Designer und eine Leidenschaft: funktionale und designstarke Produkte aus Holz. klotzaufklotz schafft in kleinen Serien einzigartige Holzprodukte. GARTA traf von der bayrischen Manufaktur Tim Binder zum Interview, um Tipps für Hobbygärtner zu bekommen.

Wer bist du und was machst du?

Mein Name ist Tim Binder – ich bin von Beruf Programmierer & Webdesigner und betreibe seit mittlerweile über 8 Jahren klotzaufklotz.de zusammen mit Mathias Hasselmeier. klotzaufklotz ist unser Tor in die große Welt, um alle Produkte, die Mathias in der Werkstatt anfertigt präsentieren zu können.

Tim Binder (links im Bild) und Mathias Hasselmeier (rechts im Bild)

Welche Produkte kann man bei euch kaufen? Was ist dein persönliches Lieblingsprodukt?

Unser Motto bei allen Produkten ist der Hashtag #besser1xrichtig. Das heißt grundsätzlich gibt es bei uns Holzprodukte, die langlebig sind und durch ihr funktionales Design begeistern.

Wir möchten keine Eintagsfliegen produzieren, sondern unseren Kunden Lösungen für langfristige Entscheidungen bieten. Konkret bedeutet das ein Sortiment von praktischen Küchenhelfer, Einrichtungsgegenständen, einigen Technik-Accessoires und auch einigen Deko Produkten.

Persönlich bin ich ein großer Fan unserer Gewürzregale, des Messerblocks und des Beistelltisches – diese sind bei mir auch im regen Einsatz 🙂

Was bereit dir am täglichen Tun am meisten Freude?

Schön ist die Kombination der digitalen Welt mit natürlichen, tollen Produkten aus der Werkstatt. So kann ich sowohl meine Leidenschaft für hochwertige Einrichtungsgegenstände als auch Tüfteln an Programmcode und das Kreieren neuer Benutzeroberflächen perfekt vereinen. Das ist so sicherlich nicht selbstverständlich und wirklich eine Bereicherung.

Wie und wo entwickelt ihr neue Produktideen?

Einen festgelegten Weg zum neuen Produkt gibt es bei uns nicht. Aber natürlich ein paar bewehrte Quellen. Zum einen bekommen wir viele Kundenanfragen, ob wir nicht unser Sortiment noch um eine Idee erweitern wollen.

Dann stellt sich natürlich immer auch die Frage, an welchen Ecken unser Sortiment noch Lücken aufweist und wir noch Potentiale sehen, neue Produkte auf den Markt zu bringen.

Meistens sammeln wir zwei bis dreimal im Jahr die gewonnenen Eindrücke. Im Anschluss entwickelt Mathias entsprechende Prototypen und danach entscheiden wir, ob wir die Idee für gut genug halten. Im letzten Jahr haben wir so unsere neuen Beistelltische, dir Vorratsdosenregale und den Saisonkalender auf den Markt gebracht.

Eure Holzprodukte erfreuen sich international großer Beliebtheit. Wohin durftet ihr eure Produkte schon versenden?

Jein 😉 Wir verkaufen durchaus regelmäßig im europäischen Ausland und auch hin uns wieder in die USA oder nach Australien. Unser Kernmarkt ist aber sicherlich Deutschland, Österreich und die Schweiz. Erst in der letzten Woche haben wir die erste Anfrage aus Norwegen erhalten – bei neuen Ländern freuen wir uns immer sehr!

Bist du glücklicher Besitzer eines eigenen Gartens oder eines Balkons?

Bisher hat es leider nur zu einem großen Balkon gereicht. Der ist aber dafür gut mit Hochbeeten und allerlei Pflanzen ausgestattet. Nach einem langen Arbeitstag begebe ich mich abends gerne in die Küche und probiere da etwas Geschmackvolles für mich und meine Partnerin zu zaubern. Das ist für mich die willkommene Abwechslung zum Tag am Computer.

Persönlich bin ich beim Kochen ein Freund von vielen verschiedenen, frischen Kräutern am Balkon. Insbesondere die Leidenschaft für die italienische Küche führt bei mir dazu, verschiedenste Basilikum- und Oregano-Varianten zu beherbergen. Ergänzt wird das Ganze im Sommer durch Tomaten, Zucchini & Co. Im letzten Jahr habe ich zudem Topinambur probiert zu pflanzen und zu ernten. Eher mit mäßig Erfolg … deswegen wird es in diesem Jahr wohl einen zweiten Versuch geben.

Wenn es in Zukunft irgendwann mal zum eigenen Garten reichen sollte, darf sicherlich ein Erdbeerbeet nicht fehlen!

Wie seid ihr auf die Idee für ein eigenes DIY Frühbeet gekommen?

Grundsätzlich ist das Thema Ernährung bei uns im Unternehmen schon länger ein wichtiger Punkt. Wir alle finden es erstrebenswert, beim Essen alle saisonalen und regionalen Quellen möglichst gut zu nutzen. Dabei ist natürlich auch das Thema, sich selbst mit Gemüse & Co. zu versorgen. Mathias und ich sind beide am Land aufgewachsen und haben es dort schätzen und lieben gelernt, was es bedeutet, Lebensmittel aus dem eigenen Garten ernten zu können.

In diesem Zuge haben wir selbst immer wieder nach einer Möglichkeit gesucht, übersichtlich und ohne Schnickschnack in der Küche nachsehen zu können, welche Lebensmittel gerade Saison haben. Daraus ist die Idee für unseren Saisonkalender entstanden. Bei dessen Konzeption und Planung sind wir zusammen mit unserer Mitarbeiterin Yasemin darauf gekommen, dass ein Frühbeet für viele ein super Einstieg in das Thema Garten und eigenes Gemüse ist. Zudem haben wir mit Mathias einen Profi im Team, der uns bei der Konzeption der Pläne und beim Bau des Prototypen wichtige Ratschläge mitgegeben hat.

So haben wir den Titel „Saisonkalender für Selbermacher“ wörtlich genommen und versucht für Bastler, handwerklich Begabte und Hobbygärtner einen schönen Einstieg für das Gartenjahr zu schaffen.

Wo sollte das Frühbeet am besten aufgebaut werden?

Ganz klar: ein sonniger und heller Standort! Damit die Wärme der ersten Frühlingssonne und die letzten Sonnenstrahlen im Jahr optimal genutzt werden können, sollte das Frühbeet an der niedrigen Seite nicht höher als 40 cm sein. Für „Frühstarter“, die im März schon anfangen möchten:

– Mit Naturheizung (mit einer dicken Lage Mist) können Tomaten oder Paprika angezogen werden.

– Im Kaltbeet (ohne Naturheizung) kann man schon mit Salat, Sellerie, Mangold, Kräutern und verschiedenen Bohnenarten starten. Es sollten entsprechend robuste Sorten gewählt werden.

Später im Jahr kann das Frühbeet natürlich noch für empfindlichere Pflanzen verwendet werden.

Was wäre ein Kräutergarten ohne die passende Beschriftung. Eure Lösung ist der stylische Kräuterstecker. Nice-to-have oder ein Must-Have im Garten?

Für uns natürlich ein Must-Have – insbesondere für die Anzucht im Frühbeet, dem Wintergarten oder auf der Fensterbank. So behält man den Überblick 🙂

klotzaufklotz hat einen wunderbaren Saisonkalender für Hobbygärtner im Programm. Wo ist der beste Platz für den Holzblock?

Ich persönlich habe sowohl einen Saisonkalender in der Küche und auch am Schreibtisch – das sind die beiden Orte, an denen ich mir überlege, was ich gerne kochen möchte. Da nutze ich den Kalender als Nachschlagewerk für die saisonalen Zutaten.

Gut vorstellen kann ich mir den Holzblock am Esstisch, um als Familie zu diskutieren, was gerade Sinn macht. Oder am Pfanztisch? Man merkt: Es gibt viele Möglichkeiten!

Hast du einen Geschenketipp, womit man einem Hobbygärtner eine große Freude bereiten kann?

Für alle Hobbygärtner haben wir bei klotzaufklotz je nach Budget verschiedene Produkte im Angebot: ein guter Anfang sind unsere Kräuterstecker! Dann natürlich der Saisonkalender, der sicherlich in jeder Küche eine gute Figur macht.

Für die etwas größeren Geschenke kommen unsere Messerleiste, das Schneidebrett und natürlich das Gewürzregal (sehr beliebt) in Frage.

Was ist für dich das beste Anti-Stress-Programm: Im Garten in der Erde wühlen oder im Wald mit der Motorsäge Bäume schlagen?

Das eine schließt das andere zum Glück nicht aus! Im Winter in den Wald um sich dort um die Pflege des Bestandes zu kümmern – das ist der Samstagssport. Im Sommer schaue ich abends gerne am Balkon den Pflanzen beim Wachsen zu und genieße die Natur um mich herum.

Share on pinterest
Share on whatsapp
Share on facebook
Share on print
Share on email

Eine Antwort

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.