Goji-Beere anbauen, pflegen und ernten

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Die Goji-Beere ist die Frucht des Bocksdorns und trägt die botanische Bezeichnung Lycium barbarum. Das Gewächs stammt ursprünglich aus China, deshalb sind die Beeren im asiatischen Raum schon lange für ihre gesundheitsfördernde Wirkung bekannt. Hierzulande ist die nahrhafte Goji-Beere in den letzten Jahren als Superfood immer beliebter geworden. Die knallroten Früchte schmecken wie eine Mischung aus Cranberrys und Kirschen, außerdem enthalten sie viele lebenswichtige Inhaltsstoffe. Dazu gehören diverse B-Vitamine, Carotinoide, Eisen sowie Vitamin C. Goji-Beeren lassen sich ganz problemlos in den heimischen Gärten anbauen. Bei guter Pflege und den richtigen Standortbedingungen ist dem Gärtner eine reiche Ernte garantiert.

Goji-Beere richtig anbauen und pflanzen

Die Goji-Beere wächst als rankender und überhängender Strauch, der eine Wuchshöhe von bis zu 3,5 Metern und Breite von etwa 1 Meter erreichen kann. Diese ausladenden Maße sind bei der Auswahl des Standortes zu bedenken, damit es im Verlauf der Zeit nicht zu Belästigungen kommt. Das Pflanzen ist zwar ganzjährig möglich, aber nur in warmen Gebieten, in denen der Boden im Winter überwiegend frostfrei ist. Zum Anbau für den Verzehr sind nur die Kulturformen geeignet, die Wildformen sind nicht essbar. Im Garten ist eine Wurzelsperre zu empfehlen, um ein zu starkes Ausbreiten zu verhindern.

  • Beste Pflanzzeit ist im Frühjahr, von März bist Mai
  • Bekommt so im Garten optimale Vorraussetzungen
  • Kultivieren in großen Gefäßen auf Balkon und Terrasse möglich
  • Auf ausreichenden Abstand zu Pflanznachbarn und Gebäuden achten
  • In Tiefe von mindestens 30-40 Zentimeter Wurzelsperre anlegen
  • Dafür starke Teichfolie im Boden einsetzen
  • Pflanzloch mit Kompost anreichern
  • Nach dem Pflanzen gründlich wässern

Tipp: Gießrand um den Wurzelbereich anlegen, damit das Wasser nicht unnütz versickert.

Passender Standort für Goji-Beeren

Für ein prächtiges Wachstum der Goji-Beere ist der richtige Standort entscheidend. Außerdem ist für eine ertragreiche Ernte die Anzahl der Sonnenstunden wichtig. Des Weiteren darf keine gestaute Luft rundum den Strauch entstehen, da sich ansonsten die Gefahr von einem Befall mit Mehltau erhöht. Wenn sich das rankende Gewächs am ausgesuchten Platz wohlfühlt, bildet es Ausläufer. Wenn der Gartenboden sehr lehmig und schwer ist, sollte er mit etwas Sand und einer großzügigen Gabe an Humus aufgelockert werden.

  • Bevorzugt sonnige und warme Standorte
  • Auf Schutz gegen starke Winde achten
  • Auf rundum gute Belüftung achten
  • Gestaute Hitze ist unbedingt zu vermeiden
  • Braucht durchlässige und humose Böden

Tipp: Der Anbau der Goji-Beere gelingt auch in Regionen mit salzhaltigen Bodenqualitäten, zum Beispiel in der Nähe des Meeres.

Pflege, Düngen und Gießen

Bei korrekten Standortbedingungen ist die Pflanzen bei der Pflege relativ anspruchslos. Wenn sie mit der Zeit gut angewachsen ist, dann ist das zusätzliche Gießen nur noch bei andauernder Trockenheit erforderlich. Regelmäßige Düngergaben sind nur bei extrem nährstoffarmen Böden notwendig. Mit einem gezielt angesetzten Rückschnitt wächst die Pflanze kräftiger und wird dadurch standfester. Dafür nach dem ersten Pflanzjahr das Gewächs auf 20 Zentimeter zurückschneiden. Im nächstem Jahr beim Schnitt höchstens 5 bis 6 dicke Triebe stehenlassen, alle anderen Zweige entfernen. Im vierten Jahr einen Verjüngungsschnitt beim Strauch ansetzen, diesen danach alle zwei Jahre wiederholen. Auf Dauer sollten höchstens zehn Triebe stehen bleiben, nur so bildet der Bocksdorn viele Beeren aus.

  • Jungpflanzen regelmäßig gießen
  • Bei Kübelhaltung auf feuchte Böden achten
  • Erde darf nie komplett austrocknen
  • Staunässe jedoch unbedingt vermeiden
  • Im Frühjahr mit frischem Kompost düngen
  • Alternativ organischen Dünger verwenden
  • Regelmäßig abgestorbene und trockene Triebe schneiden

 

Goji-Beeren ernten

Von Juni bis August bildet die Goji-Beere violette Blüten aus, aus denen sich im Anschluss die Früchte entwickeln. Allerdings trägt der Strauch erst drei Jahre nach der Pflanzung zum ersten Mal seine Früchte aus. Neben der regelmäßigen Bewässerung in der Anfangszeit spielt auch die Dauer des Sonnenlichts eine entscheidende Rolle bei der Größe und dem Geschmack der Früchte. Außerdem ist auch der richtige Erntezeitpunkt entscheidend. Je länger die Früchte am Streich verbleiben und reifen dürfen, desto süßer schmecken sie im Nachhinein. Darüber hinaus reifen die Beeren nach und nach heran, deshalb zieht sich der Erntezeitraum über 6 bis 8 Wochen hin.

  • Knallrote Beeren sind länglich bis rundlich
  • Nicht zu früh ernten, selbst wenn Früchte reif wirken
  • Erntezeit ist von August bis Oktober
  • Dann mindestens einmal wöchentlich ernten
  • Verdorbene Beeren rechtzeitig entfernen
  • Genussreife dauert bis November hinein

Überwintern

Der Bocksdorn ist ein frosthartes Gewächs, das Minusgrade bis zu -26°C aushält. Deshalb erübrigt sich ein Winterschutz für ältere Gewächse. Allerdings freuen sich Jungpflanzen über einen Frostschutz im ersten Winter, vor allem, wenn sie spät im Jahr angepflanzt wurden. Dafür den Wurzelbereich mit einer Schicht Blattmulch und die Triebe mit Nadelreisig abdecken.

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