Darf man Blumenerde für Gemüse verwenden?

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Blumenerde gibt es überall zu kaufen und auch zu teilweise sehr günstigen Preisen. Doch wer gerne gärtnert und bereits im zeitigen Frühjahr beginnen möchte, Gemüse vorzuziehen fragt sich: Eignet sich Blumenerde für Gemüse? Doch ja, man kann Blumenerde für Gemüse verwenden. Dabei gilt es aber, die jeweiligen Ansprüche der Gemüsepflanzen ihrem Wachtstums-Stadium entsprechend anzupassen. Denn die Blumenerde lässt sich sowohl abmagern als auch optimieren, je nach Pflanze. Und sie ist ungiftig und eignet sich sowohl zur Aussaat als auch zum Weiterkultivieren.

Kann man Blumenerde für Gemüse verwenden?

Heidelbeer-, Zitrus- und Rhododendronpflanzen wie auch Hortensien- und Moorbeetpflanzen benötigen eine Erde im leicht sauren Milieu. Diese Erde hat einen ph-Wert so um die 4,0 bis 5,0. Gegebenenfalls benötigen diese Kulturen eine andere Erde als die normale Blumenerde. Oft reicht aber auch schon ein ganz normaler Dünger für Moorbeetpflanzen aus, um das Gleichgewicht herzustellen. Da die normale Blumenerde nur sehr schwach gedüngt ist, lässt sie sich für diese Pflanzen mit etwas Torf an die Pflanzenansprüche anpassen.

Blumenerde für Kakteen sowie als Anzuchterde

Wer die normale Blumenerde für Kakteen oder ähnliche Pflanzen verwenden möchte, magert sie einfach ab mit gereinigtem Sand. Diesen Sand gibt es in jedem Baumarkt oder aber im Bauhof der nächst größeren Gemeinde oder Stadt für wenig Geld zu kaufen. Zur Aussaat von Gemüsepflanzen eignet sich die ganz normale Blumenerde optimal. Sie ist nicht so stark gedüngt, dass die Aussaaten gleich missraten. Im Zweifelsfall kannst du einfach etwas gereinigten Sand in deine Aussaat-Töpfchen zusammen mit der Blumenerde mischen. Wer möchte, kann natürlich Aussaaterde kaufen, doch dies ist wirklich nicht nötig.

Blumenerde mit oder ohne Dünger verwenden?

Sobald die Kulturen an Größe und Umfang zunehmen, benötigen sie natürlich etwas mehr Nährstoffe als im Kinderstadium. Dann kannst du erstmal die normale Blumenerde ohne weiteren Dünger verwenden. Meist ist es dann sowieso an der Zeit, dass du deine Pflanzen in größere Töpfe setzt. Sobald sie im neuen Gefäß angewachsen sind, kann ein wenig Allround-Flüssigdünger verabreicht werden. Als Faustregel könnte gelten, so alle 2 Wochen eine kleine Düngergabe von flüssigem Gemüsedünger im Gießwasser.

Welche Erde ist die Richtige?

Angenommen, deine Tomaten- und Paprikapflanzen wachsen super. Nun brauchen sie entweder eine neue Erde – oder aber etwas mehr Dünger. Für die schwachzehrenden Salate und Kräuter reicht die Blumenerde hingegen weiterhin. Sofern die Gemüsepflanzen im Frühling nicht in den Garten umziehen, kannst du die Blumenerde für Kübelpflanzen weiterhin verwenden, wenn du deine Kulturen entsprechend düngst. Es gibt im Handel hochwertige Erden zu kaufen, welche noch besser das Wasser speichern. Diese Substrate empfehlen sich, wenn dein Gemüse auf Balkon oder Terrasse im Kübel bleiben werden.

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Eine Antwort

  1. Hi,
    ich habe noch wenig Erfahrung mit Gemüse säen oder pflanzen. Als Neuling würde ich gerne wissen, welche Erde ich für das Gemüse nehmen soll? Ich habe gehört, dass man für Gemüse keine Blumenerde nehmen darf. Stimmt das wirklich?
    Mein Nachbar behauptet, dass in Blumenerde Dünger drin sein soll und das Gemüse aus dieser Blumenerde dann giftig ist. Wer hat da Erfahrungswerte?

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