Brennholz selber machen: Tipps zum Schneiden, Lagern und Anfeuern

Fotocredit: Husqvarna

Was gibt es Schöneres, als einen gemütlicher Sommer-Abend am knisterndes Lagerfeuer zu verbringen oder in der kalten Jahreszeit vor dem Kamin die Flammen zu beobachten? Mit Hilfe von Brennholz entstehen romantische, angenehm warme Momente. Um an Brennholz zu gelangen, läuft man entweder in den Baumarkt und kauft sich eine Ladung, oder man schneidet sich das Brennholz zuhause selber zu.

Brennholz mit der Motorsäge selbst sägen: 10 praktische Tipps

  1. Betriebsstoffe und Schneidausrüstung der Kettensäge regelmäßig kontrollieren, Sägekette falls notwendig nachschleifen.
  2. Persönliche Schutzausrüstung aus Schnittschutzhose, Schnittschutzstiefel, Handschuhen, Gehör- sowie Augen- oder Kopfschutz zum Wohle der Gesundheit anlegen.
  3. Holz auswählen: Buche ist beliebt als Brennholz, doch auch Esche und Eiche eignen sich aufgrund ihrer Dichte hervorragend. Unbedingt darauf achten, dass das Holz keine minderwertigen, morschen Stellen hat.
  4. Sicherheitsabstand wahren: Beim Arbeiten mit der Kettensäge mindestens zwei Meter Pflichtabstand zu anderen Personen halten. Achtung: Beim Fällen gelten je nach Stammumfang noch größere Sicherheitsabstände.
  5. Darauf achten, dass der Stamm sicher auf festem Untergrund liegt, damit gefahrlos gesägt werden kann. Keile oder kleine Hölzer helfen bei der Fixierung.
  6. Stammabschnitte auf „Kaminlänge“ zuschneiden: Dünne Stämme am besten auf dem Sägebock teilen. Stärkere Stämme jeweils erst zu ¾ einsägen, dann umdrehen und komplett durchsägen. So wird verhindert, dass die Sägekette in den Boden schneidet und stumpf wird. Außerdem auf Druck- und Zugkräfte achten.
  7. Abschnitte in passende Stücke spalten. Dies gelingt am besten mit einer Spaltaxt, Spaltkeil und Hammer in Kombination mit dem geeigneten Hackblock oder einem Holzspalter.
  8. Brennholz braucht Luft zum Trocknen. Dafür die Holzscheite auf zwei waagrechte Holzstämme stapeln und von einer Seite offen lassen, damit Luft zirkulieren kann. Holzstapel von oben mit einem Regenschutz gegen Feuchtigkeit absichern.
  9. Nur trockenes Holz verfeuern. Der Feuchtigkeitsanteil darf je nach Holzart und Jahreszeit höchstens 20% bis 15% betragen. Dazu muss es circa zwei Jahre trocknen. Eine überdachte Wand an der Südseite des Hauses ist dafür ideal.
  10. Wer kein Feuchtigkeitsmessgerät besitzt, kann den Spülmitteltest machen: 1 Tropfen Spüli auf eine Seite des Scheits geben, dann von der anderen Seite kräftig hineinpusten. Bilden sich dabei Seifenblasen, ist das Holz trocken.

 

Fazit: Wenn du dir diese 10 Tipps zu Herzen nimmst, steht einem gemütlichen Abend vor dem Kamin nichts mehr im Wege. Mit selbst geschlagenem Holz wärmt das Feuer besonders schön!

 

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Eine Antwort

  1. Hallo ihr,
    im Keller haben wir noch einiges an Spanplatten liegen. Kann Spanplatten Holz mit Farbe für den Kamin gefährlich sein, auch wegen der giftigen Stoffe?
    Wenn ja, wie bekomme ich beim Brennholz machen die Beschichtung runter? Schleifen oder gibt es einen anderen Trick?

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