Ameisen im Blumentopf sanft und wirksam bekämpfen

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Ameisen sind ausgesprochen nützliche und faszinierende Insekten: Sie bilden komplexe Staaten, bauen beeindruckende Nester und sorgen für Ordnung und Sauberkeit in der Natur und im Ökosystem Garten. Sie kümmern sich beispielsweise um die Beseitigung von Aas oder helfen bei der Verteilung von Samen, womit sie zur Artenvielfalt beitragen.

Zum Ärgernis für Hobbygärtner werden Ameisen allerdings, wenn sie sich an ungeeigneten Orten wie Blumenkübeln niederlassen. Ein Ameisennest im Blumentopf schadet dem Wachstum der Pflanze. Reife Obstgewächse wie Erdbeeren werden auf Grund ihrer Süße sogar von den kleinen Krabblern angefressen. Leidet die Pflanze unter Läusebefall, freut sich die Ameise erst recht: Blattläuse scheiden klebrig-süßen Honigtau aus, der für ihre Gönner die reinste Delikatesse ist. Daher schützen Ameisen ihre Nahrungsquelle vor Fressfeinden wie dem Marienkäfer.

Was tun gegen Ameisen im Blumenkübel?

Wenn du Ameisen in deinen Blumentöpfen findest, kannst du zu einer Vielzahl von Hausmitteln greifen, um dich der lästigen Tierchen zu entledigen, ohne sie zu töten. Eine probate Methode ist der Einsatz von Zitronen: Du tränkst ein Tuch mit frisch gepresstem Zitronensaft und legst es auf die Erde des befallenen Topfes. Dies wiederholst du so oft, bis die ungebetenen Bewohner das Weite gesucht haben. Gurkenschalen sind ebenfalls geeignet, um Ameisen zu vertreiben. Für die Krabbeltiere ist die Pelle des Kürbisgewächses giftig, was abschreckend wirkt. Daher verschwinden sie, sobald eine Gurkenschale längere Zeit auf der Erde ihrer Behausung liegt.

Nasse Füße können die kleinen Plagegeister ebenfalls überhaupt nicht ausstehen. Wenn du also den gekaperten Kübel ordentlich wässerst, fühlen sich die Hausbesetzer sehr schnell zur Flucht veranlasst. Doch Vorsicht – nicht jede Pflanze kommt gut mit einem Wasser-Überschuss zurecht!

Insekten mit Gewürzen vertreiben

Obwohl Ameisen ein Faible für schmackhafte Mahlzeiten haben, sind gewisse Aromen nicht ihr Fall. Dazu gehören intensive Gewürze wie Lorbeer, Nelken oder Zimt, deren Gerüche die Insekten schnell vertreiben. Du streust einfach eine Mischung aus diesen Gewürzen auf die Erde des befallenen Topfes und übst dich in Geduld. Duftöle, wie es sie für Dampflampen gibt, sind eine gute Alternative. Damit beträufelst du einige Lappen, die du um den Blumenkübel herum platzierst und täglich erneuerst. Auch Kaffeesatz oder gemahlener Kaffee auf der Blumenerde haben einen guten Abschreckungs-Effekt.

Du musst allerdings nicht erst aktiv werden, wenn du Ameisen in deinen Blumenkübeln findest. Eine wirksame Präventiv-Maßnahme sind Kreidepulver und Gartenkalk. In einem Ring um deine Töpfe gestreut wirken sie wie eine Barriere, da die Substanzen alkalisch sind und Ameisen dies nicht mögen.

Oft wird geraten, Backpulver in die betroffenen Blumenkübel zu streuen. Da der Kontakt mit dem Backtriebmittel zu Verätzungen und damit zu einem qualvollen Tod der Ameisen führt, solltest du von diesem Hausmittel Abstand nehmen. Auch zu Insektiziden solltest du nur greifen, wenn alle sanften Methoden erfolglos waren. Schließlich sind Ameisen an sich sehr hilfreiche Gartenbewohner und haben damit auch Schutz und Respekt verdient.

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